Qualität

Eine hohe Qualität der Rehabilitation liegt im Interesse unserer Patienten und ist Ansporn für unsere Mitarbeiter. Angesichts des zunehmenden Kostendrucks im Gesundheitswesen muss die Qualität der psychosomatischen Reha auch nach außen hin dokumentiert werden.

Daher hat die Parkland-Klinik ein internes Qualitätsmanagement eingerichtet mit dem Ziel, die Qualität ihrer Behandlung kontinuierlich zu überprüfen und zu verbessern. Darüber hinaus beteiligen wir uns an Maßnahmen der externen Qualitätssicherung und stellen uns dabei dem Vergleich mit anderen Kliniken. Die Aktivitäten des Qualitätsmanagements werden koordiniert von einem Qualitätsmanagement-Team, bestehend aus dem Geschäftsführer, dem Chefarzt, dem Qualitätsbeauftragten und einer Mitarbeitervertreterin.

Je nach Problemfeld sind hierarchie- und abteilungsübergreifend weitere Mitarbeiter einbezogen.

Qualitätsbeauftragter
Dr. rer. nat. Markus Winkeler
Psychologischer Psychotherapeut

Telefon 05621 706-650
E-mail: markus.winkeler@parkland-klinik.de

OPD-Achse II

QS-Reha

  • Internes Qualitätsmanagement
  • Externe Qualitätssicherung
  • Basisdokumentation
Internes Qualitätsmanagement

Das interne Qualitätsmanagement umfasst die Entwicklung konkreter Qualitätsziele, die gezielte Beobachtung und Messung von Qualitätsindikatoren, die Aufdeckung von Zielabweichungen und Schwachstellen, die Auswahl und Umsetzung geeigneter Problemlösungsstrategien und eine erneute Qualitätsüberprüfung.

Als Instrumente zur Erfüllung dieser Aufgaben dienen regelmäßig stattfindende Teambesprechungen, die fortlaufende Aktualisierung der therapeutischen Konzepte und Zielsetzungen, interne Messung der Behandlungsergebnisse durch standardisierte Instrumente, statistische Erfassung und Auswertung dieser Daten im Rahmen der Basisdokumentation, systematisches Beschwerdemanagement, betriebliches Vorschlagswesen, Qualitätszirkelarbeit, Einrichtung von Projektgruppen sowie Beteiligung an Forschungsprojekten (z. B. zur Re-Inszenierung dysfunktioneller Beziehungsmuster in Kooperation mit der Universität Heidelberg).

Externe Qualitätssicherung

Die gesetzlichen Krankenkassen entwickeln seit 2002 ein externes Qualitätssicherungsprogramm (QS-Reha), das den Anforderungen des Gesetzgebers gemäß § 135 a (SGB V) genügt.

Die Parkland-Klinik hat sich in den Jahren 2003/2004 mit zehn weiteren psychosomatischen Reha-Kliniken an der deutschlandweiten Pilotphase dieses Programmes beteiligt. Im Klinikvergleich erzielte die Parkland-Klinik gute bis exzellente Ergebnisse, die im Bereich der Strukturqualität zusätzlich durch eine Visitation bestätigt wurden. Die vielfältigen Rückmeldungen aus diesem Projekt werden vom internen Qualitätsmanagement der Klinik aufgegriffen und verwertet.

Basisdokumentation

Einen wesentlichen Baustein des internen Qualitätsmanagements bildet die Basisdokumentation. In diesem Rahmen werden seit Mitte der 90er Jahre systematisch in anonymisierter Form wichtige Daten aller in der Parkland-Klinik behandelten Patienten erfasst und statistisch ausgewertet. Diese Basisdokumentation wird den steigenden Anforderungen aus dem Gesundheitswesen entsprechend fortwährend ausgebaut und an neuere Entwicklungen in der klinischen Forschung angepasst.

Die Daten der Basisdokumentation (Bado) sind unverzichtbar, um die Weiterentwicklung der Qualität unserer Behandlungsangebote über die Zeit hinweg beobachten und belegen zu können. Zugleich können Schwachstellen gezielt aufgedeckt werden und der Erfolg von gegensteuernden Maßnahmen kann überprüft werden. Die erfassten Daten dienen darüber hinaus zur Information der Kostenträger und der Fachöffentlichkeit sowie zur Beantwortung von Anfragen des statistischen Landesamts im Rahmen gesundheitspolitischer Erhebungen.

Der personelle Aufwand zur Erfassung der Daten für die Bado wird durch ihren Nutzen weit aufgewogen. Soweit möglich, entnehmen wir die benötigten Informationen aus vorhandenen Unterlagen. Bei einer Reihe von Fragen benötigen wir aber aktuelle Angaben unserer Patienten, vor allem, wenn es um den erlebten Behandlungserfolg oder die Zufriedenheit mit unserer Klinik geht. Wir bemühen uns, die betreffenden Erhebungsinstrumente so zu gestalten, dass der Bearbeitungsaufwand so gering wie möglich bleibt.

Die inhaltliche Gestaltung der Bado orientiert sich in ihrem Kern am 1992 vom Deutschen Kollegium für Psychosomatische Medizin (DKPM) vorgegebenen Standard. In den letzten Jahren wurde die Bado erweitert um Elemente der von der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) erarbeiteten PsyBaDo. Zunehmend werden die Ergebnisse psychometrischer Verfahren einbezogen, die unseren Patienten zu Anfang und am Ende der Behandlung vorgelegt werden, um eine fundiertere Einschätzungen zur Ergebnisqualität zu erhalten. Geplant ist die routinemäßige Durchführung katamnestischer Untersuchungen, mit denen geprüft werden kann, inwieweit die Effekte der Rehabilitation über längere Zeiträume erhalten bleiben.

Ausgewählte Daten der Basisdokumentation
  • Demographische Angaben (z. B. Geschlecht, Alter, Familienstand)
  • Angaben zur beruflichen Situation (z. B. Berufsabschluss, derzeitige Tätigkeit, Arbeitsfähigkeit, Rentenverfahren)
  • Angaben zur Krankheitsvorgeschichte (Dauer der Beschwerden, Vorbehandlungen)
  • Diagnosen nach ICD-10
  • Ergebnisse psychometrischer Verfahren (z. B. Depressivität)
  • Behandlungsmotivation
  • Behandlungsergebnis (z. B. Erreichung der Therapieziele, Veränderung wesentlicher Problembereiche)
  • Einleitung weiterführender Maßnahmen (z. B. ambulante Reha-Nachsorge)
  • Zufriedenheit mit Unterbringung und therapeutischen Angeboten

Ein besonderes Anliegen ist uns die Zufriedenheit der Patienten mit der Unterbringung und dem Komfort in unserem Hause, mit der Kompetenz und Freundlichkeit der Mitarbeiter und der Qualität der einzelnen therapeutischen Angebote. Um hierüber Aufschluss zu erhalten, setzen wir seit diesem Jahr einen neu entwickelten Fragebogen ein, der neben vorgegebenen Antwortkategorien auch die Möglichkeit freier Rückmeldungen bietet. Diese werten wir systematisch aus, vergleichen sie mit den selbstgesetzten Qualitätsstandards und leiten, wo nötig, Verbesserungsmöglichkeiten ab.

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