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Behandlung von Patienten mit psychischen Traumata

Das Behandlungskonzept der Abteilung für Psychotraumatologie bezieht sich auf Folgesymptome von Ereignissen, die bei betroffenen Menschen schwere psychische Beeinträchtigungen hervorgerufen haben.

Intensität und Dauer daraus entstehender Krankheitsbilder sind abhängig von der Schwere des Traumas, dem subjektiven Erleben und psychischen Verarbeitungsmöglichkeiten. Leichtere Traumen führen in der Regel zu einer Anpassungsstörung mit vorwiegend depressiver und/oder ängstlicher Symptomatik. Schwere traumatische Ereignisse können nach einer akuten Belastungsreaktion zu einer länger anhaltenden Posttraumatischen Belastungsstörung führen. Kennzeichnend für dieses Krankheitsbild sind immer wieder sich aufdrängende belastende Erinnerungen an das Ereignis bis hin zum Gefühl des aktuellen Wiedererlebens. Folgereaktionen sind ein Vermeidungsverhalten, erhöhtes körperliches Erregungsniveau, Schlafstörungen, Konzentrationsstörungen, übertriebene Schreckreaktionen. Zielsetzung des therapeutischen Vorgehens in Einzel- und Gruppentherapie ist zunächst eine Stabilisierung mit verbesserter Distanzierungsfähigkeit zum traumatischen Ereignis. Hilfreich ist hierbei das Erlernen von Entspannungs- und Selbstberuhigungsstrategien sowie traumaspezifische imaginative Verfahren. Die Behandlungsphase der Traumabearbeitung beinhaltet eine gestufte Reizkonfrontation als Desensibilisierungstechnik sowie den Einsatz von EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing).

Fachabteilung für Psychotraumatologie

Leitung:
Oberärztin Frau Christa Jobst

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Letzte Änderung: 16.06.2010 / 10:55 Uhr
Ausgedruckt am 07.09.2010 / 21:33