Behandlung türkischer und griechischer Migranten
Die Behandlung von Migranten erfolgt durch muttersprachliche Therapeuten, wobei nicht nur
sprachliche, sondern vor allem religiöse und kulturelle Zusammenhänge berück-
sichtigt werden.
Das Migrationskonzept ist in eine Abteilung integriert, in der auch deutsche Patienten behandelt
werden.
Hierdurch entsteht ein „Mikrokosmos“, in dem die gesellschaftlich bekannten Phänomene auftreten und
der die Möglichkeit bietet, interpersonelle, interaktionelle und intrapsychische Aspekte der
Migrationsproblematik mit den Betroffenen zu betrachten und Lösungsstrategien zu entwickeln. Zu
beachten sind kulturell verankerte Krankheitsbedingungen, aber auch ent-
sprechende Ressourcen.
Den Schwerpunkt der Behandlung bildet die Gruppentherapie. Sie hat einen wichtigen
Stellenwert vor dem Hintergrund einer Sozialisierung, in der häufig Familie und Gesellschaft
wichtiger genommen werden als die Einzelperson. Ergänzend werden psychotherapeutische
Einzelgespräche sowie je nach Indikation eine internistische und balneophysikalische
Begleitbehandlung angeboten.
Fachabteilung für Migranten-Psychosomatik
Leitung: Oberärztin Frau Christa Jobst