Essstörungen
Nach unserem Verständnis ist eine Essstörung Ausdruck und Lösungsversuch seelischer Konflikte, die aus früheren Erfahrungen herrühren und durch aktuelle Lebensveränderungen verstärkt werden.
Oft kommt es durch diese Veränderungen zu nachhaltigen und tiefgehenden Erschütterungen des Selbstwertgefühles. Das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten lässt nach und der Wunsch nach Hilfe und Beistand wächst. Nicht selten hat sich ein Gefühl der Ohnmacht und des Versagens entwickelt, weshalb Hilfsangebote anzunehmen auch schwer fallen kann. Deshalb stimmen wir mit den Betroffenen die Therapie auf die persönlichen Gegebenheiten ab.
Behandlungsindikationen
Folgende Formen der Essstörungen werden in der Parkland-Klinik behandelt:
- Anorexia nervosa (Magersucht)
- Bulimia nervosa (Ess-Brech-Sucht)
- Adipositas
psychogener Genese einschließlich Binge-Eating-Disorder
- sonstige Essstörungen, die oben genannten Diagnosen nicht eindeutig zugeordnet werden können
Ein möglicher Hinweis für das Vorliegen einer Essstörung ist ausgeprägtes Über- oder Untergewicht. Mit Hilfe des Body-Mass-Index (BMI) lässt sich bestimmen, in welchem Gewichtsbereich man sich zurzeit bewegt.
Therapieprogramme
Spezielle Therapieprogramme werden angeboten für:
- essgestörte Mädchen im Alter von 14 bis 17 Jahren
- essgestörte
junge Frauen im Alter von 18 bis 35 Jahren
- Frauen über 35 Jahre mit chronischen Essstörungen
- traumatisierte Frauen mit
Essstörungen
- essgestörte Männer
- adipöse Jungen im Alter von 14 bis 17 Jahren
Aufnahme
Eine Aufnahme in die Programme findet prinzipiell nach Vereinbarung statt. Alle vier Wochen startet
eine neue Mädchengruppe, alle zwei Wochen ist ein Einstieg für das Therapie-
programm für junge
essgestörte Frauen möglich.
Fachabteilung für Essstörungen
Leitung:
Oberarzt Dr. med. Hartmut Imgart