Qualität

Die höchstmögliche Qualität unserer psychosomatischen Akutbehandlung und Rehabilitation zu gewährleisten, ist Ziel und Ansporn der Klinikleitung und jedes einzelnen Mitarbeiters. Als Kostenträger wie auch als zuweisender Arzt oder Psychotherapeut dürfen Sie von uns qualitativ hervorragende Ausstattung und die Umsetzung anerkannter Leitlinien und aktueller Forschungsergebnisse erwarten. Als Patientin oder Patient sollen Sie zudem beim Aufenthalt in unserer Klinik und in Ihrer Behandlung erleben können, dass Qualität unser tägliches Handeln leitet und in der Begegnung mit Ihnen verwirklicht wird.

Grundlage für die Schaffung von Qualität ist das Einhalten der vorgegebenen Standards und das sehr gute Abschneiden bei internen und externen Qualitätsmessungen. Unser Verständnis von Qualität geht darüber jedoch noch wesentlich hinaus: In einem kontinuierlichen Verbesserungsprozess wollen wir uns immer weiter steigern, was unsere Ausstattung, die Behandlungsabläufe und -ergebnisse sowie die Zufriedenheit unserer Patienten betrifft.

Bereits Ende der 1990-iger Jahre haben wir ein internes Qualitätsmanagement eingerichtet, fußend auf den Vorgaben der DIN EN ISO 9001 und den von der Bundesarbeitsgemeinschaft Rehabilitation (BAR) entwickelten Kriterien. Seit 2011 sind wir nach dem akkreditierten Verfahren Q+-Reha zertifiziert. Dieses Zertifikat wird alle drei Jahre in einem umfangreichen Prüfverfahren erneuert.

 

 

Darüber hinaus beteiligen wir uns an dem externen Qualitätssicherungsprogramm der Deutschen Rentenversicherung und stellen uns damit dem Vergleich mit anderen Kliniken. Außerdem erstellen wir den jährlichen Qualitätsbericht für den Bereich der Akutbehandlung.

Die Aktivitäten des Qualitätsmanagements werden angestoßen von der Klinikleitung und koordiniert von einem Qualitätsmanagement-Team, bestehend aus dem Qualitätsbeauftragten und Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verschiedener Abteilungen der Klinik, die spezielle Fortbildungsmaßnahmen durchlaufen haben.

Qualitätsbeauftragter
Dr. rer. nat. Markus Winkeler
Psychologischer Psychotherapeut

Telefon 05621 706-615
E-mail: markus.winkeler@parkland-klinik.de

 

 

  • Internes Qualitätsmanagement
  • Externe Qualitätssicherung
  • Basisdokumentation
Internes Qualitätsmanagement

Das interne Qualitätsmanagement umfasst die laufende Neuentwicklung und Überprüfung von Qualitätszielen, Prozess- und Abteilungszielen, die gezielte Beobachtung und Messung von Qualitätsindikatoren, die Aufdeckung von Zielabweichungen und Problemen, die Auswahl und Umsetzung geeigneter Lösungsstrategien und eine erneute Qualitätsüberprüfung, gemäß dem PDCA-Zyklus.

In unserem Qualitätsmanagement-Handbuch sind über 40 Prozesse definiert, die von der Patientenaufnahme bis zur Nachsorge die wesentlichen Behandlungsabläufe verbindlich beschreiben. Diese werden in Workshops mit den beteiligten Mitarbeitern regelmäßig aktualisiert und in internen Audits überprüft.

Regelmäßig erfassen wir ein Tableau relevanter Kennzahlen zur Leistungsfähigkeit der definierten Prozesse und messen die Behandlungsergebnisse sowie die Zufriedenheit unserer Patientinnen und Patienten und werten diese statistisch aus. Unser Ziel ist es, dass mindestens 90 Prozent unserer Patienten mit der Behandlung zufrieden sind und angeben, die Parkland-Klinik an Freunde und Bekannte weiterempfehlen zu wollen.

Wir haben ein Fehler- und Beschwerdemanagement etabliert, in das Rückmeldungen sowohl von Patienten wie auch von Mitarbeitern eingehen. Aus diesen wertvollen Hinweisen leiten wir Verbesserungsmaßnahmen ab und überprüfen diese nachhaltig. Aber auch Lob und Anregungen erfassen wir systematisch, werten dies aus und leiten es an die Empfänger weiter.

 

 

Externe Qualitätssicherung

Das Qualitätssicherungsprogramm der Deutschen Rentenversicherung umfasst Vorgaben zur Strukturqualität, deren Einhaltung in regelmäßigen Visitationen unter Beweis gestellt wird. Außerdem wird die Prozessqualität mithilfe einer anonymisierten Überprüfung der Reha-Entlassungsberichte (Peer-Review-Verfahren) sichergestellt, und es wird eine Patientenbefragung durchgeführt. Schließlich wird Umfang, Passgenauigkeit und Inhalt des Therapieangebots erfasst.

Die Parkland-Klinik schneidet in diesen Verfahren regelmäßig sehr gut ab und belegt im Klinikvergleich zumeist obere Ränge. Bei der Erfüllung der Reha-Therapiestandards zum Störungsbild Depression hat die Klinik in den letzten Jahren stets die volle Punktzahl erreicht und nimmt damit einen Spitzenplatz in Deutschland ein.

Die extern ermittelten Ergebnisse werden ins interne Qualitätsmanagement rückgekoppelt und detailliert ausgewertet, um weitere Verbesserungspotentiale zu ermitteln.

 

 

Basisdokumentation

Einen wesentlichen Baustein des internen Qualitätsmanagements bildet die Basisdokumentation. In diesem Rahmen werden seit Mitte der 90er Jahre systematisch in anonymisierter Form wichtige Daten aller in der Parkland-Klinik behandelten Patienten erfasst und statistisch ausgewertet. Diese Basisdokumentation wird den steigenden Anforderungen aus dem Gesundheitswesen entsprechend fortwährend ausgebaut und an neuere Entwicklungen in der klinischen Forschung angepasst.

Die Daten der Basisdokumentation (Bado) sind unverzichtbar, um die Weiterentwicklung der Qualität unserer Behandlungsangebote über die Zeit hinweg beobachten und belegen zu können. Zugleich können Schwachstellen gezielt aufgedeckt werden und der Erfolg von gegensteuernden Maßnahmen kann überprüft werden. Die erfassten Daten dienen darüber hinaus zur Information der Kostenträger und der Fachöffentlichkeit sowie zur Beantwortung von Anfragen des statistischen Landesamts im Rahmen gesundheitspolitischer Erhebungen.

Der personelle Aufwand zur Erfassung der Daten für die Bado wird durch ihren Nutzen weit aufgewogen. Soweit möglich, entnehmen wir die benötigten Informationen aus vorhandenen Unterlagen. Bei einer Reihe von Fragen benötigen wir aber aktuelle Angaben unserer Patienten, vor allem, wenn es um den erlebten Behandlungserfolg oder die Zufriedenheit mit unserer Klinik geht. Wir bemühen uns, die betreffenden Erhebungsinstrumente so zu gestalten, dass der Bearbeitungsaufwand so gering wie möglich bleibt.

Die inhaltliche Gestaltung der Bado orientiert sich in ihrem Kern am 1992 vom Deutschen Kollegium für Psychosomatische Medizin (DKPM) vorgegebenen Standard. In den letzten Jahren wurde die Bado erweitert um Elemente der von der Arbeitsgemeinschaft der Wissenschaftlichen Medizinischen Fachgesellschaften (AWMF) erarbeiteten PsyBaDo. Zunehmend werden die Ergebnisse psychometrischer Verfahren einbezogen, die unseren Patienten zu Anfang und am Ende der Behandlung vorgelegt werden, um eine fundiertere Einschätzungen zur Ergebnisqualität zu erhalten. Geplant ist die routinemäßige Durchführung katamnestischer Untersuchungen, mit denen geprüft werden kann, inwieweit die Effekte der Rehabilitation über längere Zeiträume erhalten bleiben.

Ausgewählte Daten der Basisdokumentation
  • Demographische Angaben (z. B. Geschlecht, Alter, Familienstand)
  • Angaben zur beruflichen Situation (z. B. Berufsabschluss, derzeitige Tätigkeit, Arbeitsfähigkeit, Rentenverfahren)
  • Angaben zur Krankheitsvorgeschichte (Dauer der Beschwerden, Vorbehandlungen)
  • Diagnosen nach ICD-10
  • Ergebnisse psychometrischer Verfahren (z. B. Depressivität)
  • Behandlungsmotivation
  • Behandlungsergebnis (z. B. Erreichung der Therapieziele, Veränderung wesentlicher Problembereiche)
  • Einleitung weiterführender Maßnahmen (z. B. ambulante Reha-Nachsorge)
  • Zufriedenheit mit Unterbringung und therapeutischen Angeboten

Ein besonderes Anliegen ist uns die Zufriedenheit der Patienten mit der Unterbringung und dem Komfort in unserem Hause, mit der Kompetenz und Freundlichkeit der Mitarbeiter und der Qualität der einzelnen therapeutischen Angebote. Um hierüber Aufschluss zu erhalten, setzen wir seit diesem Jahr einen neu entwickelten Fragebogen ein, der neben vorgegebenen Antwortkategorien auch die Möglichkeit freier Rückmeldungen bietet. Diese werten wir systematisch aus, vergleichen sie mit den selbstgesetzten Qualitätsstandards und leiten, wo nötig, Verbesserungsmöglichkeiten ab.

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