Milieutherapie

Anders als die ambulante Psychotherapie findet stationäre Psychotherapie im Schonraum einer Klinik statt. Dies kommt den krankheitsbedingt eingeschränkten Möglichkeiten der Alltagsbewältigung entgegen und bietet den Rahmen für eine rasche aktuelle Stabilisierung, aber auch für die Aufnahme vielfältiger Kontakte zu Mitpatienten. Die Rahmenbedingungen einer Klinik schaffen somit ein spezifisches Milieu, das therapeutisch genutzt werden kann.

Im Alltag der Klinik finden sich Teilaspekte des häuslichen Alltags wieder. Bisherige Verhaltensmuster werden auch hier praktiziert, Konflikte mit Menschen im Alltag häufig auch in der Klinik reinszeniert.
 

 

 

Insbesondere im Rahmen der therapeutischen Gemeinschaft der Station entwickeln sich Beziehungen und Gruppenprozesse (außerhalb der therapeutischen Veranstaltungen), die ein Spiegelbild der Alltagssituation darstellen können. Die Bewusstmachung und Reflexion dieser Prozesse in der Einzel- und Gruppentherapie kann dabei helfen, das eigene Interaktionsverhalten auch nach der Rückkehr ins häusliche Umfeld funktionaler zu gestalten.

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